Stärkung des Fahrrad-Verkehrs
Eine Fahrradfahrerin bei Sonnenaufgang© renategranade0 / Pixabay
Erklärtes Ziel der Hansestadt Stade ist es, den Radverkehr in der Stadt zu stärken. Dazu sind unterschiedliche Projekte vorgesehen, die wir hier genauer vorstellen.
Warum fördert die Hansestadt Stade das Fahrradfahren?
Die Hansestadt Stade setzt im Rahmen ihres Stadtentwicklungskonzepts „Stade 2040“ gezielt auf die Förderung des Radverkehrs – und das aus guten Gründen. Radfahren steht dabei nicht nur für umweltfreundliche Fortbewegung, sondern für eine neue Form städtischer Lebensqualität.
Mit dem Ausbau eines sicheren und gut vernetzten Radwegenetzes möchte Stade den Klimaschutz voranbringen, den Autoverkehr reduzieren und gleichzeitig die Gesundheit und Mobilität der Bürgerinnen und Bürger stärken. Das Fahrrad spielt eine zentrale Rolle in der geplanten Verkehrswende: Es ermöglicht kurze Wege, entlastet Straßen und Parkflächen und trägt zu einer ruhigeren, saubereren, umweltfreundlicheren und lebenswerteren Stadt bei.
Darüber hinaus ist Radfahren ein Symbol für soziale Teilhabe – unabhängig von Einkommen oder Alter. Ob Kinder auf dem Schulweg, Pendlerinnen auf dem Weg zur Arbeit oder Seniorinnen beim Einkauf: Stade will allen ermöglichen, sich sicher und selbstständig zu bewegen.
Mit dieser Strategie verfolgt die Stadt ein klares Ziel – den Wandel hin zu einer klimafreundlichen, gesunden und zukunftsfähigen Mobilitätskultur, in der das Fahrrad eine tragende Rolle spielt. Und dafür wurde die Stadt Ende 2025 als "Fahrradfreundliche Kommune 2026-2030" ausgezeichnet.
Wie fördert die Hansestadt Stade das Verkehrsmittel Fahrrad?
Die Hansestadt Stade stärkt das Fahrrad als Verkehrsmittel mit unterschiedlichen Maßnahmen© Hansestadt Stade Die Hansestadt Stade fördert die Nutzung des Fahrrades auf unterschiedlichen Wegen. Hier einige Beispiele dazu:
Aufbau eines durchgängigen Radvorrangnetzes
Ein zentrales Ziel ist der Ausbau eines Radvorrangrouten- und Radergänzungsroutennetzes, das die Stadtteile und wichtigen Zielorte miteinander verbindet. Geplant sind acht Hauptrouten, die sternförmig auf die Innenstadt ausgerichtet sind, sowie drei Radwegringe, die die Außenbezirke und Ortsteile miteinander verbinden. Dieses Netz soll mit witterungsbeständigen Oberflächen kontinuierlich und lückenlos befahrbar sein, und schrittweise auf angemessene Trassenbreiten und möglichst auch Trennung von Fuß- und Radverkehr gebracht werden, um Komfort, Sicherheit und Reisegeschwindigkeit zu erhöhen. Die Vorrangrouten werden außerorts kontinuierlich mit Beleuchtung ausgestattet und sollen einen Anschluss an überregionale Routen wie den Elberadweg bieten.
Verbesserung der Verkehrssicherheit und Infrastruktur
Bei Investitionen in den Straßen-, Brücken- und Wegebau nimmt die Hansestadt Stade gleichzeitig immer auch die Radwegeerneuerung in den Fokus. So sollen beispielsweise neue, barrierefreie Querungsstellen an stark befahrenen Straßen entstehen, um die Erreichbarkeit von Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und Arbeitsplätzen zu verbessern. Außerdem sollen Fahrradstraßen und Fahrradzonen eingerichtet werden, in denen der Radverkehr Vorrang hat und motorisierter Verkehr der Fahrradgeschwindigkeit anpassen muss. In verkehrsberuhigten Bereichen werden Radfahren und Zufußgehen sicherer und angenehmer möglich. Darüber hinaus sollen eine bessere Beschilderung und Wegweisung insbesondere an Knotenpunkten und Zufahrtswegen zur Innenstadt das Radfahren erleichtern und attraktiver gestalten.
Einrichtung von Mobilitätsankern
Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept „Stade 2040“ ist auch von sogenannten Mobilitätsankern die Rede. Deren Einrichtung ist perspektivisch geplant: An ausgewählten Punkten der Stadt – zum Beispiel am Bahnhof, an zentralen Bushaltestellen oder in großen Wohnquartieren – sollen Mobilitätsanker entstehen. Diese dienen als Knotenpunkte verschiedener Verkehrsmittel und bieten umfassende Angebote rund um den Radverkehr: Abstellanlagen und Fahrradboxen mit Ladepunkten für E-Bikes, Leihangebote für Fahrräder, E-Bikes und Lastenräder, Servicepunkte mit Reparaturmöglichkeiten, Luftpumpen und Infotafeln, Verknüpfung mit dem ÖPNV, um komfortable Umstiege zwischen Bus, Bahn und Fahrrad zu ermöglichen.
Integration des Radverkehrs in das Gesamt-Mobilitätskonzept
Der Radverkehr wird in Stade nicht isoliert betrachtet, sondern als zentrale Säule der Mobilitätswende. Das Mobilitätskonzept des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) verknüpft den Ausbau des Radverkehrs eng mit der Stadtplanung, dem öffentlichen Nahverkehr und den Zielen des Klimaschutzes.
Arbeitsgespräche Radverkehr in Stade
Im Arbeitskreis „Arbeitsgespräche Radverkehr in Stade“ arbeiten engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter der Stadtverwaltung gemeinsam an nachhaltigen Radverkehrslösungen.
Welche konkreten Projekte werden schon heute in Stade umgesetzt, um das Fahrradfahren attraktiver zu machen?
Auch Touristinnen und Touristen können mit dem Fahrrad in Stade viel erleben und erkunden© Stade Marketing und Tourismus GmbH / Christian BoldtHier einige konkrete Beispiele dafür, dass die Hansestadt Stade den Radverkehr stärkt und somit zur Verkehrswende beiträgt:
Neugestaltung des Radweges entlang der Harsefelder Straße
Auf der Harsefelder Straße finden seit 2024 abschnittweise umfangreiche Bauarbeiten statt – auch, um die Radwege entlang der Straße deutlich aufzuwerten und somit eine attraktive Verbindung für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer aus den südlichen Stadtbereichen Richtung Innenstadt zu schaffen. Mehr Informationen zu dem mehrjährigen Projekt gibt es hier.
Neue Verkehrsregelungen auf dem Hohenwedel
Zunächst wurden auf dem Hohenwedeler Weg neue Verkehrsregelungen getestet, die auch das Ziel hatten, den Radverkehr zu stärken. Seit Sommer 2024 gelten die Regelungen dauerhaft. Seitdem dürfen dort Fahrzeuge maximal mit Tempo 30 unterwegs sein und wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, darf ebenso auf der Straße fahren. Mehr dazu haben wir in einer Presseinformation zusammengefasst.
Ausbau von Radwegen
An unterschiedlichen Stellen werden Radwege erneuert und damit attraktiver gestaltet. So wurde beispielsweise der „Radweg Burgwiesen“ 2024 auf einer Länge von 1.135 Metern und einer Breite von drei Metern mit einer Asphaltschicht allwettertauglich gemacht. Gleichzeitig wurde der Überweg über die Glückstädter Straße mit einer Bedarfs-Ampel sicherer gestaltet. Diese Ampel wird erst bei Anforderung aktiv; so kann die Glückstädter Straße im „Dunkelmodus“ jederzeit unter Wahrung der Vorfahrtsregeln gequert werden. Bereits ein Jahr zuvor wurde die rund 190 Meter lange Verbindung vom Schiffertorkreisel zur Neubourgstraße freigegeben, die eine wichtige Verbindung zwischen Bahnhof und Altstadt darstellt. Der Gehweg ist dort nun 2,50 Meter und der Radweg 3,20 Meter breit.
Stadtradeln
Um für das Fahrrad als Verkehrsmittel zu werben, beteiligt sich die Hansestadt Stade jedes Jahr am Stadtradeln, wirbt in der Bevölkerung für eine Teilnahme und ist als Verwaltung seit einigen Jahren auch mit einem eigenen Team, dem „Radelnden Rathaus“, am Start.
Fahrrad-Tourismus
Auch im Tourismus-Bereich wirbt die Hansestadt Stade, beziehungsweise deren Tochterunternehmen, die Stade Marketing und Tourismus GmbH, für das Fahrrad als Verkehrsmittel. Auf deren Website wird auf die Radfernwege der Region sowie eigene Tagestouren hingewiesen, die mit dem Fahrrad zu bewältigen sind. Außerdem gibt es unter anderem Informationen zu Fahrradstellplätzen in Stade.
Ansprechpartner/in
| Herr Nils Jacobs | |
| Leiter der Stabstelle Stade 2040Rathaus der Hansestadt Stade, Zimmer 201 // 1. OG Hökerstraße 2 21682 Stade Telefon: 04141 401-330 E-Mail: nils.jacobs@stadt-stade.de | |
| Herr Moritz Renner | |
| Rathaus (Hagedorn), Zimmer 166 // 1. OG Hagedorn 6 21682 Stade Telefon: 04141 401-509 E-Mail: Moritz.Renner@stadt-stade.de | |