Der Stader Baumpfad
Panorama-Aufnahme der Kastanie hinter dem Stader Rathaus© Hansestadt Stade
Stade ist eine grüne Stadt. Eine Vielzahl von verschiedenen Bäumen wachsen in den historischen Wallanlagen und auch am Rande der Altstadt. Zwischen den vielen heimischen Baumarten wie Winter-Linde, Gemeine Esche, Buche oder Hainbuche befinden sich auch viele außergewöhnliche Baumarten. Haben Sie diese schon entdeckt?
Sicherlich standen Sie schon einmal vor einem Baum und haben sich gefragt, was das überhaupt für ein Baum ist. Auch das Alter eines Baumes kann man auf den ersten Blick nicht unbedingt einschätzen.
Um Ihnen einige interessante Bäume näherzubringen, hat die Abteilung Planung und Umwelt der Hansestadt Stade einen Baumpfad entwickelt.
Der Stader Baumpfad bei GoogleMaps
Die Übersicht der Standorte aller Bäume finden Interessierte bei GoogleMaps.
Das sind die Bäume des Stader Baumpfades
Rosskastanie - Aesculus hippocastanum (Hinterm Hagedorn)
Weitere Namen: Weiße Rosskastanie,
Gemeine Rosskastanie
Pflanzjahr: ca. 1850
Standort: Hinterm Hagedorn
Geo-Koordinaten:
53.601391, 9.476775
53°36'05.0"N 9°28'36.4"E
Herkunft: Balkanhalbinsel
Wissenswertes:
Seit 1954 ist diese Rosskastanie als Naturdenkmal ausgewiesen.
Früher wurden die Rosskastanien als Hustenmedizin an Pferde verfüttert.Die Blattnarben an den Zweigen haben die Form von Hufeisen. Manche sagen, dass die Rosskastanie deswegen ihren Namen trägt.
Rosskastanien-Miniermotte
Seit Mitte der 90er Jahre leiden die Rosskastanien stark unter dem Befall der Miniermotte (Cameraria ohridella). Das ist ein Kleinschmetterling. Die Raupen und Puppen entwickeln sich fast ausschließlich in den Blättern der Rosskastanie.
1984 wurde die Rosskastanienminiermotte erstmals in Mazedonien entdeckt. Seither hat sie sich sehr schnell in Mitteleuropa ausgebreitet, weil die Art in Mitteleuropa nur wenige natürliche Feinde hat.
Wenn die weißen Kastanien blühen, schlüpfen die ersten Kleinschmetterlinge aus den Puppen, die im Falllaub des vergangenen Jahres überwintert haben. Ungefähr 30 Eier legen die Weibchen dann auf die Blattoberflächen ab. Nach etwa zwei Wochen schlüpfen die Raupen und bohren sich in das Blattgewebe ein. Insgesamt bis zu vier Generationen bringt die Miniermotte pro Saison hervor. Aufgrund des Befalls werden die Blätter fleckig und vorzeitig braun. Je weiter das Jahr fortschreitet, desto deutlicher werden die Schäden sichtbar. Die letzte Generation eines Jahres überwintert im heruntergefallenen Laub als Puppe und schlüpft im nächsten Frühling.
Wie Kastanien helfen?
Ist eine Kastanie erst einmal geschwächt, wird sie auch anfällig für andere Schädlinge wie Käfer oder Pilze. Daher sollte das Kastanienlaub im Herbst völlig entfernt werden. Derzeit ist das Laubsammeln die effizienteste Methode zur Reduzierung der Miniermotte.
Aber die befallenen Kastanienblätter sollten nicht im Garten kompostiert oder als Mulchschicht im Garten verwendet werden. Geeignet ist die Kompostierungsanlage im Abfallwirtschaftszentrum Stade-Süd. denn in dieser Kompostierungsanlage entstehen so hohe Temperaturen, dass die Schädlinge abgetötet werden.
Baumhasel – Corylus colurna
Weitere Namen: Türkischer Baumhasel
Pflanzjahr: 2013
Standort: Hansestraße/Salzstraße
Geo-Koordinaten:
53°36'07.6"N 9°28'41.6"E
53.602106, 9.478210
Herkunft: von Südosteuropa und Kleinasien über den Transkaukasus und den Kaukasus bis in den Himalaya.
Wissenswertes:
Die Baumhasel erreicht auf optimalen Standorten eine Wuchshöhe von etwa 15 bis 20 m, selten höher. Sie verträgt volle Sonne und Hitze und zugleich hat sie auch eine sehr gute Frosthärte. Sie gilt als robuster und anspruchsloser Stadtbaum. Auch wegen ihrer pyramidenförmigen Baumkrone wird sie gerne als Stadtbaum gepflanzt.
Das Laub verwittert im Herbst leicht und ist deswegen einfach zu kompostieren.
Die Früchte des Baumhasels sind kleiner als die Haselnuss. Sie hat eine sehr wohlschmeckende Nuss. Die Nüsse wachsen ab September in Büscheln in zerschlitzten Hüllblättern, die allseitig behaart sind, meist in hellgrüner bis gelblicher Farbe. Zur Reifezeit färben sich diese Büschel bräunlich-grau.
Sie hat schönes hellbraunes Holz, welches gerne zur Herstellung von Möbeln und Schnitzereien mit dem Namen „türkisch Nuss“ verwendet wird.
Esskastanie - Castanea sativa
Weitere Namen: Edelkastanie, Marone
Pflanzjahr: 2014
Standort: Seminarstraße
Geo-Koordinaten:
53°36'04.2"N 9°28'40.9"E
53.601167, 9.478033
Herkunft: ursprünglich Kleinasien mit Ausbreitung vom Mittelmeergebiet bis Kaukasus
Wissenswertes:
Die Esskastanie wird in der Heilkunde verwendet. Lange galt sie als „Brot der Armen“. Inzwischen haben Feinschmecker ihre aromatischen Früchte als begehrte Delikatesse wiederentdeckt. Sie ist nicht mit der Rosskastanie verwandt
Eberesche 'Dodong' - Sorbus commixta 'dodong'
Herkunft: Ostasien, Südkorea
Standort: Große Schmiedestraße/Kleine Schmiedestraße
Geo-Koordinaten:
53°36'02.6"N 9°28'37.0"E
53.600730, 9.476946
Wissenswertes:
Sehr dekorativer kleiner Baum. Das Blatt ist dunkelgrün, leicht glänzend und im Herbst von dunkelgelb über kräftig orange bis feurig rot. Laub und Frucht bleiben bis Ende Oktober am Baum hängen. Eine junge Züchtung aus Schweden. Die Saat wurde 1976 auf der südkoreanischen Insel Ullungdo gesammelt. Dodong heißt der Ort, in dem der Hafen der Insel liegt.
Winter-Linde - Tilia cordata (Stader Schillerlinde)
Pflanzjahr: 1905
Standort: Königsmarck-Bastion (Neubourgstraße)
Geo-Koordinaten:
53°36'00.2"N 9°28'20.5"E
53.600057, 9.472371
Herkunft: Europa
Wissenswertes:
Der Baum wurde am 09. Mai 1905 anlässlich des 100. Todestages Friedrich Schillers gepflanzt.
Die Schillerlinde wurde am 09. Mai 1905 anlässlich des 100. Todestages Friedrich Schillers gepflanzt. Der Tag wurde in vielen deutschen Städten gefeiert, zahlreiche Festschriften und Jubiläumsausgaben seiner Werke bezeugen den Stellenwert des Ereignisses.
Die Stader Schulen begingen morgens eigene Feierlichkeiten, bis man sich um 10:30 Uhr zum gemeinsamen Pflanzen der Schillerlinde auf dem Gelände der Königsmarck-Bastion traf. Der Oberlehrer Dr. Prasse hielt anschließend eine Festrede und weihte die Linde mit den Worten „Wohlan denn! Du Bäumchen, Linde, Sinnbild deutschen Familienglückes, wachse und gedeihe!“. Am Nachmittag führten die Schüler unter anderem Wallensteins Lager auf, was durch musikalisches Programm ergänzt wurde.
Die Pflanzung einer Linde geht möglicherweise auf Schillers Werk „Spaziergang unter den Linden“ zurück, stellt aber keine Ausnahme dar
Kuchenbaum - Cercidiphyllum japonicum
Weitere Namen: Katsurabaum, Lebkuchenbaum, Judasblatt
Pflanzjahr: 2011
Standort: Königsmarck-Bastion (Neubourgstraße)
Geo-Koordinaten:
53°36'00.6"N 9°28'19.0"E
53.600171, 9.471943
Herkunft: Asien
Wissenswertes:
Er wird als Kuchenbaum bezeichnet, weil im Herbst die abgefallenen Blätter nach Lebkuchen duften.
In Deutschland wird der Kuchenbaum 12 bis 15 m hoch.
Im Herbst färbt sich sein herzförmiges Blatt gelb, gelegentlich orange. Das Laubblatt sieht sehr dekorativ aus.
Geweihbaum - Gymnocladus dioicus
Weitere Namen: Kentucky Kaffee-Baum
Pflanzjahr: 1980
Herkunft: Nordamerika
Standort: Hansestraße/Wasser West
Geo-Koordinaten:
53°36'15.1"N 9°28'39.4"E
53.604186, 9.477611
Wissenswertes:
Sehr langsam wachsender, mittelhoher Baum mit geweihähnlicher Verzweigung. Das Blatt ist besonders groß, kann bis zu 80 cm lang und 50 cm breit werden. Es ist doppelt gefiedert und sieht sehr dekorativ aus.
Die braunen Samen wurden früher von den Siedlern Nordamerikas geröstet und als Kaffeeersatz verwendet. Die Früchte sind leicht giftig.
Götterbaum - Ailanthus altissima
Standort: Georgs-Bastion (An der Wassermühle)
Geo-Koordinaten:
53°36'10.0"N 9°28'15.7"E
53.602780, 9.471023
Herkunft: Asien
Wissenswertes:
Gelangte ca. 1740 von Asien nach Europa.
Die Blätter sind giftig. In den Herkunftsländern wird das Laub zur Fütterung der Seidenraupen genutzt. In Europa dient die Blüte zur Gewinnung des sehr würzigen Götterbaum-honigs.
Im Stadtgebiet ist der Baum nur an wenigen Stellen gepflanzt, weil er sich in Deutschland stark ausbreiten kann (invasive Art).
Amberbaum - Liquidambar styraciflua
Pflanzjahr: 2023
Standort: Königsmarck-Bastion (Neubourgstraße)
Geo-Koordinaten:
53°36'02.8"N 9°28'18.2"E
53.600780, 9.471735
Herkunft: Nordamerika
Wissenswertes:
Sein Blattwerk ist für die traumhafte Herbstfärbung bekannt, welche sich von Gelb und Orange über Rot bis Purpur zeigt. Das Harz ist in der Medizin und Volks-heilkunde als entzündungshemmendes und schleimlösendes Mittel von Bedeutung. Außerdem findet es als Grundstoff in der Kaugummi-Herstellung Verwendung.
Ginkgobaum - Ginkgo biloba
Weitere Namen: Fächerblattbaum, Goethebaum
Pflanzjahr: Mitte der 70er-Jahre
Standort: Schiffertorsstraße / Schiffertorscontrescarpe
Geo-Koordinaten:
53°36'09.6"N 9°28'10.1"E
53.602669, 9.469476
Herkunft: China
Wissenswertes:
Bis 1947 stand an dieser Stelle ein Ginkgobaum.
Eines Nachts fiel er dem Nachkriegswinter als Brennholz zum Opfer. Ob der „Holzfäller“ damals wusste, dass er der Einzige in der westlichen Welt war, der jemals das Holz des „heiligen Götterbaumes“ aus dem fernen Osten zu Feuerholz zerhackte? *1)
Die Stadtverwaltung pflanzte Jahre später an eben dieser Stelle einen neuen Ginkgobaum.
*1) STECKHAN, HANS (1977): Stader Jahrbuch 1977. Stader Bäume 2. Teil. Bemerkenswerte Straßen- und Parkbäume. Seite 109.
Hainbuche - Carpinus betulus
Weitere Namen: Hagebuche, Weißbuche
Pflanzjahr: ca. 1950
Standort: Königsmarck-Bastion (Neubourgstraße)
Geo-Koordinaten:
53°36'03.6"N 9°28'19.6"E
53.600988, 9.472102
Herkunft: Europa
Wissenswertes:
Hain- oder Hagebuche leitet sich vom althoch-deutschen Wort „hagenbuoche“ ab. „Hag“ bedeutet so viel wie Einzäunung oder Hecke. Als es früher keine Drahtzäune gab, diente die Hainbuche mit anderen Sträuchern als natürliche Einzäunung von Weideflächen. „Buoche“ bezieht sich auf die Ähnlichkeit mit der Rotbuche. Trotz Ähnlichkeit im deutschen Namen sind beide botanisch nicht miteinander verwandt.
Silber-Ahorn - Acer saccharinum
Pflanzjahr: 1979
Standort: Königsmarck-Bastion (Neubourgstraße)
Geo-Koordinaten:
53°36'01.8"N 9°28'18.5"E
53.600488, 9.471814
Herkunft: östl. Nordamerika
Wissenswertes:
Der Silber-Ahorn ist häufig in Parks und Grünanlagen, seltener aber in Privatgärten anzutreffen. Dabei überzeugt er mit seiner Größe und seinem schnellen Wachstum. Allerdings wird er mit 100 Jahren nicht sehr alt. Wie bei dem verwandten Zucker-Ahorn wird auch der Saft des Silber-Ahorns in Nordamerika zu Ahornsirup verarbeitet.
Tulpenbaum - Liriodendron tulipifera
Pflanzjahr: 1979
Standort: Königsmarck-Bastion (Neubourgstraße)
Geo-Koordinaten:
53°36'01.3"N 9°28'18.6"E
53.600361, 9.471828
Herkunft: Nordamerika
Wissenswertes:
Schöner Parkbaum aus Nordamerika.
Der Tulpenbaum kann in Deutschland bis zu 30 m hoch werden. Das Blatt ist unverwechselbar. Weil das Blatt einem Entenfuß gleicht, wird der Tulpenbaum auch Entenfußbaum genannt. Die Blüte ist tulpenförmig und blüht im Juni. Seine ersten Blüten trägt der Baum etwa nach 15 bis 20 Jahren.
Ginkgobaum - Ginkgo biloba (Königsmarck-Bastion)
Weitere Namen: Fächerblattbaum, Goethebaum
Pflanzjahr: 1950
Standort: Königsmarck-Bastion (Neubourgstraße)
Geo-Koordinaten:
53°36'02.2"N 9°28'17.9"E
53.600623, 9.471654
Herkunft: China
Wissenswertes:
Der Ginkgobaum ist der Baum des Jahrtausends. Er wird ca. 10 bis 15 m hoch. Sein Blatt färbt sich im Herbst leuchtend gelb und fällt auf.
Er hat eine medizinische Bedeutung in der traditionellen asiatischen Heilmedizin, inzwischen auch in Europa.
Gemeine Esche - Fraxinus excelsior
Weitere Namen: Gewöhnliche Esche oder Hohe Esche
Pflanzjahr: 1980
Standort: Königsmarck-Bastion (Neubourgstraße)
Geo-Koordinaten:
53°36'01.9"N 9°28'17.3"E
53.600542, 9.471464
Herkunft: Europa
Wissenswertes:
Die Esche hat eine Wuchshöhe von bis zu 40 m und zählt zu den höchsten Laubbäumen Europas. Aufgrund ihrer hohen Holzqualität wird sie zu den Edellaubhölzern gezählt und dient u.a. auch als Material zur Herstellung von Sport-geräten. Unverwechselbar sind ihre rehbraunen Knospen.
Rosskastanie - Aesculus hippocastanum (Kirche Sankt Cosmae)
Weitere Namen: Weiße Rosskastanie, Gemeine Rosskastanie
Pflanzjahr: 1942
Standort: Cosmae Kirchhof
Geo-Koordinaten:
53.601674, 9.475969
53°36'06.0"N 9°28'33.5"E
Herkunft: Balkanhalbinsel
Wissenswertes:
Diese Kastanie wurde von dem Hamburger Werner Schlichting im Alter von 21 Jahren gepflanzt, der regelmäßig seine Oma in Stade besuchte. Sie betrieb im Hause Hökerstraße 16 über dem rückwärtigen Eingang gegenüber der Kirche Sankt Cosmae einen Hefehandel. Kurz vor dem Militäreinzug besuchte er seine Oma ein letztes Mal und pflanzte die Kastanie. Im November 1943 ist er im Krieg gefallen.
Trauer-Buche - Fagus sylvatica f. pendula
Pflanzjahr: ca. 1920
Standort: Königsmarck-Bastion (Neubourgstraße)
Geo-Koordinaten:
53°36'01.4"N 9°28'17.5"E
53.600402, 9.471538
Herkunft: Europa
Wissenswertes:
Die Trauer-Buche ist eine Kulturform der Rot-Buche. Ihre Zweige können kaskadenartig bis zum Boden herabreichen. Dadurch entsteht ein Über-gewicht in der Baumkrone. Weil diese Hänge-Buche hier schräg steht, befindet sie sich unter Beobachtung und wird regelmäßig vermessen. Die Stadtverwaltung will sichergehen, dass sich der Baum nicht weiter neigt. 2013 brach bei einem Sturm ein riesiger Ast ab. Zur Entlastung der Baumkrone fand eine Baumpflege statt.
Säulen-Eiche - Quercus robur `Fastigiata
Weitere Namen: Säulen-Eiche, Pyramiden-Eiche
Pflanzjahr: ca. 1920
Standort: Königsmarck-Bastion (Neubourgstraße)
Geo-Koordinaten:
53°36'01.9"N 9°28'17.7"E
53.600528, 9.471593
Herkunft: Europa (Rhein-Main-Ebene)
Wissenswertes:
Diese Sorte ist eine Knospenmutation der Stiel-Eiche. Die bekannteste Säulen-Eiche ist die „schöne Eiche von Harreshausen“ (Landkreis Darmstadt-Dieburg). Von diesem Baum, welcher 570 Jahre alt ist, stammen alle Säulen- Eichen ab. Durch ihre Bekanntheit ziert sie viele Wappen im Raum Darmstadt-Dieburg (Hessen).
Winter-Linde - Tilia cordata
Pflanzjahr: ca. 1920
Standort: Wallstraße / Schiffertorsstraße
Geo-Koordinaten:
53°36'04.7"N 9°28'20.5"E
53.601298, 9.472358
Herkunft: Europa
Wissenswertes:
Uns sind die Winter- und auch die Sommerlinde als Alleebäume bekannt. Auf den Stader Wallanlagen bestehen die Alleen ausschließlich aus Winter-Linden.
Die herzförmigen Blätter scheinen die Ursache dafür zu sein, dass die Linde als der Baum der Liebenden bezeichnet wird. Sie stand oft im Dorfzentrum. Für Boten und für die Brautschau wurde die Dorflinde so zum Treffpunkt. Auch Urteile wurden unter der Linde gesprochen. Da die Linde den Frauen zugeordnet wird, sagte man, dass das Urteil unter der Linde besonders "lind" ausfiel.
Blut-Buche - Fagus sylvatica 'Purpurea'
Pflanzjahr: 1980
Standort: Königsmarck-Bastion (Neubourgstraße)
Geo-Koordinaten:
53°36'02.1"N 9°28'18.5"E
53.600580, 9.471799
Herkunft: Europa
Wissenswertes:
Die Blut-Buche ist eine Züchtung aus der Rot-Buche. Ihre Rotfärbung (darum Blut-Buche) ist auf das Fehlen eines Enzyms zurückzuführen. Im Herbst färbt sich das Blatt allmählich grünlich, sodass der Laie den Baum kaum noch von der Rot-Buche unterscheiden kann. Die Blut-Buche befindet sich meist in Parkanlagen und kann dort bis zu 200 Jahre alt werden.
Urweltmammutbaum - Metasequoia glyptostroboides
Weitere Namen: Chinesisches Rotholz, Wassertanne
Pflanzjahr: 1979
Standort: Königsmarck-Bastion (Neubourgstraße)
Geo-Koordinaten:
53°36'04.7"N 9°28'19.8"E
53.601307, 9.472176
Herkunft: China
Wissenswertes:
Wird auch als lebendes Fossil bezeichnet, da sich der Körperbauplan des Baumes über einen langen erdgeschichtlichen Zeitraum kaum verändert hat. Der Urweltmammutbaum wurde erst 1941 in einer unzugänglichen Bergregion in China entdeckt.
Die frischgrünen Nadeln färben sich im Herbst bronzefarben und fallen dann ab. Er wird häufig mit der Sumpfzypresse verwechselt.
Amerikanische Rot-Eiche - Quercus rubra
Weitere Namen: Amerikanische Spitz-Eiche, Rot-Eiche
Pflanzjahr: 1980
Standort: Königsmarck-Bastion (Neubourgstraße)
Geo-Koordinaten:
53°36'04.0"N 9°28'20.1"E
53.601113, 9.472238
Herkunft: Nordamerika
Wissenswertes:
Die Blätter der Rot-Eiche leuchten im Herbst orange bis rot, und in Nordamerika ist die Färbung im „Indian Summer“ besonders ausgeprägt zu erleben. Das Blatt ist mit 10 bis 25 cm relativ groß. Die Rot-Eiche ist anders als die heimischen Eichen sehr schnell-wüchsig. Sie kann Höhen bis zu 30 m erreichen.
Ihr Holz wird ähnlich wie das der heimischen Arten eingesetzt, es ist jedoch weniger wertvoll.
Sand-Birke - Betula pendula
Weitere Namen: Hänge-Birke, Weiß-Birke, Warzen-Birke
Pflanzjahr: 1990
Standort: Königsmarck-Bastion (Neubourgstraße)
Geo-Koordinaten:
53°36'02.8"N 9°28'19.2"E
53.600764, 9.472012
Herkunft: Europa bis Kleinasien
Wissenswertes:
Sie gilt in der Mythologie als Baum der Liebe, des Lebens und des Glücks.
Wilhelm Busch schrieb einst: (…) und kommt das Fest der Pfingsten, dann schmückt mir fein das Haus, ihr, meine liebsten Jüngsten, mit Birkenzweigen aus (...).
Ihre hohe symbolische Bedeutung liegt jedoch im Licht, im Frühjahr, im Neubeginn. Darum nimmt man nach alter Tradition die Birke als Maibaum, das Sinnbild des Frühlingserwachens.
Himalaya-Birke - Betula utilis
Weitere Namen: Weißrindige Himalaja-Birke
Pflanzjahr: 1990
Standort: Königsmarck-Bastion (Neubourgstraße)
Geo-Koordinaten:
53°36'03.0"N 9°28'19.7"E
53.600844, 9.472131
Herkunft: Asien (Himalaya)
Wissenswertes:
Ihre Rinde wird im Alter glänzend weiß und blättert papierdünn ab. Dadurch wirkt sie sehr dekorativ. Sie besitzt das schönste Weiß aller Birken. Die Himalaya-Birke ist für kleine Gärten geeignet. Im traditionellen Indien wurde die Rinde als Beschriftungsmaterial benutzt. Auch heute wird es zur Herstellung heiliger Mantras benutzt. In den Regionen des Himalayas hat sie häufig durch das aufliegende Gewicht des Schnees eine gedrungene Wuchsform.
Spitz-Ahorn - Acer platanoides
Weitere Namen: Spitzblättriger Ahorn
Pflanzjahr: ca. 1980
Standort: Georgs-Bastion (An der Wassermühle)
Geo-Koordinaten:
53°36'11.7"N 9°28'20.4"E
53.603242, 9.472324
Herkunft: Europa
Wissenswertes:
Der Spitz-Ahorn blüht als einer der ersten Bäume im Frühling. Vor dem Laubaustrieb ist er an seiner auffälligen gelben Blüte zu erkennen. Der Name Spitz-Ahorn spielt vermutlich auf die spitze Form der Laubblätter an. Und „Ahorn“ vielleicht deshalb, weil sich Kinder seit Jahrhunderten die unreife Frucht als „Nasenhorn“ auf die Nase kleben und so zum „Nas-Horn“ werden.
