Sanierung des Altländer Viertels
Das Altländer Viertel entstand Ende der 1960er Jahre als Vorzeigeprojekt für modernes und zeitgemäßes Wohnen. Nach dem Konkurs des Wohnungsbauunternehmens Neue Heimat Ende der 1980er Jahre, der Zersplitterung in Einzeleigentum und damit verbundener Wohnraumspekulation geriet das soziale Gefüge zunehmend aus dem Gleichgewicht. Hinzu kamen mangelnde Instandhaltung und substanzieller Verfall.
Mit dem Programm „Soziale Stadt“ wurde seit dem Jahr 2000 das Ziel verfolgt, die Wohn- und Lebensbedingungen im Altländer Viertel nachhaltig zu verbessern. Über einen Zeitraum von mehr als zwanzig Jahren wurden durch das Förderprogramm Investitionen in Höhe von rd. 17 Millionen Euro in den öffentlichen und privaten Bereich sowie in Einrichtungen für den Gemeinbedarf ermöglicht. Ergänzend hat sich ein Netzwerk sozialer Einrichtungen und Beratungsstellen im Quartier etabliert.

- Mit dem Abriss eines Laubenganghauses und der anschließenden Ausweisung und Realisierung des Neubaugebietes „Am Stockfeld“ mit Einfamilienhäusern konnte städtebaulich die verdichtete Geschossbauweise aufgelockert werden.
- Der Umbau eines bestehenden Wohngebäudes zum Stadtteilhaus und zu einer Seniorenwohnanlage markierte den Auftakt zu einem kleinen Stadtteilzentrum. Die Qualifizierungsküche des Berufsbildungswerks Cadenberge schaffte Arbeitsplätze im Quartier. Durch die Belieferung von Schulen und Kitas erlangte sie eine gesamtstädtische Bedeutung. Zudem ist das angeschlossene Bistro bei den Bewohnern des Quartiers beliebt.
- Die Erschließung des Quartiers wurde nachhaltig verbessert. Im Norden erfolgte der Bau des Kreisverkehrsplatzes an der Altländer
Straße. Im Süden wurde durch die Steinkirchener Straße erstmals eine direkte Anbindung an den Bahnhof und das neue Quartier Benedixland geschaffen. Damit wurde das Quartier besser in das übrige Stadtgefüge integriert und seine isolierte Lage aufgehoben. Zahlreiche Fußwege wurden erneuert oder erstmals hergestellt. - Mit dem Umbau der ehemaligen Sparkasse zum „ALVI-Haus der Begegnung“ ist ein neuer Treffpunkt mit einem vielfältigen multikulturellen Angebot entstanden. Eltern-Kind-Gruppen, Musik-, Tanz- und Sportgruppen haben dort ihren Raum gefunden. Die Kurse und Veranstaltungen bringen auch Menschen von außerhalb ins Altländer Viertel und tragen so langfristig zu einem Abbau der Stigmatisierung des Quartiers bei. Vor dem ALVI entstand an zentraler Stelle ein hochwertig gestalteter Platz, der ebenfalls als Treffpunkt im Quartier dient.

- Innerhalb des Durchführungszeitraums entstanden neue Sport- und Freizeitangebote. Spielplätze und Grünanlagen wurden saniert und neu geschaffen. So entstand der Grünzug „Cranzer Straße“ mit Minigärten, einem Streetball-Platz und einer Calisthenics-Anlage.
- Durch Zuschüsse zu privaten Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen erfolgte eine Aufwertung des Gebäudebestands, zuletzt im nördlichen Eingangsbereich des Quartiers und beim Lebensmittelmarkt.
Das Altländer Viertel entwickelt sich zu einem bunten und lebendigen Stadtteil.
Weitere Informationen und Fotos finden Sie in der anliegenden Broschüre "Ein Stadtteil im Wandel"!
Die Sanierung des Altländer Viertels wurde 2023 abgeschlossen.
Ansprechpartner/in
| Herr Christoph Grüneberg | |
| Hinterm Hagedorn 12 21682 Stade Mobil: 0152 02443143 E-Mail: Christoph.Grueneberg@stadt-stade.de Aufgaben: | |
| Frau Claudia Heitmann | |
| Hinterm Hagedorn 10, Zimmer 11 21682 Stade Telefon: 04141 401-338 E-Mail: claudia.heitmann@stadt-stade.de | |
