Der Besuch des Frauen-Stadthauses Bremen wird im Rahmen des Projektes „Gleichstellung sichtbar machen – CEDAW in Niedersachsen“ des Landes Niedersachsen finanziell unterstützt© Hansestadt StadeDas Bremer Frauen-Stadthaus ist ein gutes Beispiel dafür, wie Unternehmerinnen aus den verschiedensten Branchen erfolgreich unter einem Dach zusammenarbeiten: autark, stark und gut vernetzt.
Die Idee eines gemeinsamen Gebäudes, in dem verschiedene Fachfrauen ihre Betriebe und Geschäftskonzepte bündeln, entstand bereits 1986: Damals besuchten die Bremer Architektinnen Inge Mohrmann und Marlies Hestermann eine Fachveranstaltung zum Thema „Frauenplanung“ und ließen sich inspirieren. Nach langer Suche nach einem geeigneten Gebäude und umfangreichen Umbauarbeiten wurde der Plan schließlich Wirklichkeit: Seit 1992 arbeiten in dem 900 Quadratmeter großen Stadthaus in der östlichen Bremer Vorstadt unter anderem Rechtsberaterinnen, Künstlerinnen und Therapeutinnen. Und auch für die Kinder ist gesorgt: Im Untergeschoss des Gebäudes befindet sich die Krabbelgruppe „Die Glückskinder e. V. – ein wichtiges Angebot, das den Unternehmerinnen mehr Flexibilität für ihre berufliche Karriere bietet. Damit gilt das Frauen-Stadthaus bundesweit als eines der ersten von Frauen gegründeten Zentren für Unternehmerinnen.
Ein Erfolgsprojekt, das sich kontinuierlich weiterentwickelt und längst einen festen Platz in der Bremer Unternehmerinnenszene und im Wirtschaftsleben eingenommen hat. Wir laden Sie ein, mit uns auf Spurensuche zu gehen und mehr über die Idee und die Umsetzung dieses Zentrums zu erfahren, in dem Frauen erfolgreich zusammenarbeiten.
Gemeinsam mit den Initiatorinnen und den aktuellen Unternehmerinnen des Frauen-Stadthauses haben wir Gelegenheit, das Haus selbst kennenzulernen und uns mit ihnen über dieses einzigartige Projekt auszutauschen. Dabei möchten wir folgende Fragen nachgehen:
- Was hat das Projekt so erfolgreich gemacht?
- Wie wichtig ist ein solcher Präsenzort für das eigene unternehmerische Wirken?
- Wie relevant sind unternehmerische Frauenbündnisse heute noch?
- Passt dieses Konzept in die aktuelle Zeit oder brauchen wir neue Ideen und Ansätze?
- Und: Eignet sich dieses Modell als Wegweiser für eine lebendige und nachhaltige Wirtschaftskultur in Stade?
Sie sind herzlich eingeladen, diesen Austausch zu nutzen, über Ihre Fragen mit den Unternehmerinnen und dieses Projekt ins Gespräch zu kommen.
Vor dem Besuch des Frauen-Stadthauses haben wir Gelegenheit, uns bei einem Rundgang durch die Bremer Altstadt auf das Thema einzustimmen und spannenden Frauengeschichten zu lauschen. Unter dem Titel „Stark.Mutig.Erfolgreich. – Unternehmerinnen in Bremen“ zeigt uns Kulturwissenschaftlerin und Dozentin Christine Holzner-Rabe bedeutende Bremer Unternehmerinnen, die bereits im Mittelalter erfolgreich waren.
Zielgruppe/Teilnehmerinnen
Die Exkursion richtet sich an Existenzgründerinnen, Unternehmerinnen, Vertreterinnen der Wirtschaftsförderung, Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer, der Arbeitsagentur und des Jobcenters sowie Stadtplanerinnen und –macherinnen und Interessierte aus Stade und Umgebung.
Weitere Informationen über das Frauen-Stadthaus Bremen: https://www.frauenstadthaus.de
Informationen zu den Stadtrundgängen für Frauen: https://belladonna-bremen.de/stadtrundgaenge/
Die Veranstaltung wird finanziell gefördert und ist kostenfrei.
Anmeldung und Anreise
Bitte melden Sie sich bis zum 29.02.2023 verbindlich an. Für die Reservierung wird ein anteiliger Betrag von 20 Euro berechnet, der mit Fahrtantritt zurückerstattet wird. Die Anreise erfolgt gemeinsam mit dem Zug ab Stade um 8.45 h und Rückkehr um 18.30 h. Ein Mittagstisch ist eingeplant.
Finanzielle Unterstützung „CEDAW“
Die Initiative wird im Rahmen des Projektes „Gleichstellung sichtbar machen – CEDAW in Niedersachsen“ des Landes Niedersachsen finanziell unterstützt. CEDAW bedeutet Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women. Dies ist der erste und zentrale internationale Menschenrechtsvertrag speziell für die Rechte von Frauen mit dem Ziel, gleichstellungspolitische Themen, die vor Ort bewegen, zu bearbeiten und gleichzeitig die Bedeutung der UN-Frauenrechtskonvention für diese Arbeit zu vermitteln. Weitere Informationen unter: www.gleichstellung-sichtbar-machen.de. Die Hansestadt Stade ist seit 2019 Modellstandort.

