Lars Kolk, Erster Stadtrat der Hansestadt Stade© Hansestadt StadeEnde Juni 2025 hatte der Rat der Hansestadt Stade der Änderung des Bebauungsplanes „Gewerbe- und Surfpark Stade“ zugestimmt und damit die Mängel, die vom Oberverwaltungsgericht 2024 aufgezeigt worden waren, geheilt. So wurde der Betrieb von Bordellen auf dem Areal zunächst nicht ausgeschlossen – ein redaktioneller Fehler in der Begründung des Bebauungsplanes, der von der Stader Stadtverwaltung inzwischen korrigiert wurde. Außerdem bemängelte das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg, dass die Abwägung zur landschaftsbildprägenden Wirkung des Surf- und Gewerbeparks unzureichend erfolgt sei. Dem wurde durch die B-Plan-Änderung mit einer Vervollständigung der Eingrünung des Areals Rechnung getragen. Darüber hinaus hatte das Gericht bemerkt, ein Surfpark passe nicht zur eigentlich in dem Bereich laut Raumordnungsprogramm vorgesehenen industriellen Nutzung. Dem begegnete die Stader Stadtverwaltung mit einem sogenannten Zielabweichungsantrag beim zuständigen Landkreis Stade, dem dieser seine Zustimmung gab.
Durch die Ratsentscheidung im Juni vergangenen Jahres hatte der Surfpark-Investor die Möglichkeit, die Aufhebung des Baustopps zu beantragen. Dies tat er im Oktober 2025 und nun entschied das Verwaltungsgericht in Stade, dass dieser Baustopp bestehen bleibt.
Dazu äußert sich Lars Kolk, Erster Stadtrat der Hansestadt Stade: „Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts kommt für uns überraschend, schließlich haben wir die aufgezeigten Mängel geheilt. Wir werden die Begründung des Beschlusses nun schnellstmöglich prüfen und behalten uns vor, Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Lüneburg einzureichen.“ Kolk macht also deutlich, dass die Verwaltung sich weiter für die Investoren und deren Vorhaben einen Surfpark in der Hansestadt Stade zu bauen, stark macht, denn: „Wir unterstützen das Vorhaben weiterhin. Der geplante Surfpark macht unsere Stadt und die ganze Region für Touristinnen und Touristen noch attraktiver und passt hervorragend zum maritimen Charakter Stades. Außerdem macht ein solches Freizeitangebot Stade als Wohn- und Arbeitsort noch interessanter.“

