„Gewalt gegen Frauen darf auch bei uns im Landkreis Stade nicht unbeachtet und anonym bleiben“, sagt die Stader Präsidentin Marlene Apmann vom Club Soroptimist International. Zusammen mit Stader Geschäftsleuten und der Stader Gleichstellungsbeauftragten soll in dem Kampagnenzeitraum mit einer Plakataktion, Informationsmaterial für Hilfsangebote und orangefarbigen Schuhen in den Schaufenstern auf das Thema „Häusliche Gewalt“ aufmerksam gemacht werden.
Sie hoffen, dass sie alle 80 Schuhpaare, die im letzten Jahr am Rathaus hingen, in den Geschäften verteilen können. „Bei unseren ersten Ansprachen in Stader Geschäften haben wir eine sehr große Bereitschaft für die Beteiligung an der Kampagne erfahren“, freut sich Stades Gleichstellungsbeauftragte Karina Holst. In den nächsten Wochen sollen alle Schuhpaare verteilt werden.
Häusliche Gewalt gegen Frauen
Gewalt gegen Frauen ist kein Einzelphänomen. Jede vierte Frau erlebt in ihrem Leben mindestens einmal Gewalt durch einen Lebenspartner. Dies zeigt eine Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland.
Polizeilich registriert ist nur ein geringer Teil der Beziehungstaten. Jährlich sind dies allein in Niedersachsen über 17.000 Fälle häuslicher Gewalt. In Niedersachsen suchen in den insgesamt 43 Frauenhäusern jährlich rund 2.200 Frauen und etwa 2.000 Kinder Schutz.
Gewalttaten, die im sozialen Nahraum begangen werden, sind schwerwiegend: Die Frauen erleiden zum Teil schwerste Körperverletzungen, es gibt Vergewaltigungen und versuchte oder vollendete Tötungen. Gewalt im sozialen Nahbereich ist meist kein einmaliges Ereignis, sie wiederholt sich. Häufigkeit und Intensität eskalieren oftmals mit der Zeit.
Frauen erleiden in der Regel nicht nur eine Form der Gewalt, sie erleben sie in vielfältigen Erscheinungsformen physisch und psychisch. Eine Erklärung für häusliche Gewalt ist, dass es primär um die Ausübung von Macht und Kontrolle über Frauen und ihr Leben geht.
Auch ein volkswirtschaftlicher Schaden entsteht durch Gewalt gegen Frauen: die Folgekosten von Männergewalt werden in der Bundesrepublik auf etwa 14,5 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt – hierin enthalten sind die Kosten für Justiz und Polizei, aber auch für ärztliche Behandlungen und Ausfallzeiten am Arbeitsplatz.
Frauen erleiden in der Regel nicht nur eine Form der Gewalt, sie erleben sie in vielfältigen Erscheinungsformen physisch und psychisch. Eine Erklärung für häusliche Gewalt ist, dass es primär um die Ausübung von Macht und Kontrolle über Frauen und ihr Leben geht.
Auch ein volkswirtschaftlicher Schaden entsteht durch Gewalt gegen Frauen: die Folgekosten von Männergewalt werden in der Bundesrepublik auf etwa 14,5 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt – hierin enthalten sind die Kosten für Justiz und Polizei, aber auch für ärztliche Behandlungen und Ausfallzeiten am Arbeitsplatz.