Der Ankerplatz in Stade bleibt nach der Ratsentscheidung bestehen© Hansestadt StadeTräger bleibt der Ankerplatz-Verein, mit dem die Hansestadt nun einen detaillierten Nutzungsvertrag ausarbeiten wird. Die vertraglichen Rahmenbedingungen sollen dem Rat im März 2026 zur endgültigen Beschlussfassung vorgelegt werden.
Der zukünftige Nutzungsvertrag zwischen der Hansestadt Stade und dem Verein soll unter anderem sicherstellen, dass das bestehende Nutzungskonzept beibehalten wird. Gleichzeitig bleibt der Platz flexibel: Veranstaltungen der Stade Tourismus und Marketing GmbH (SMTG) sollen dort weiterhin stattfinden, darüber hinaus sollen kommerzielle Aktivitäten zur Unterstützung des Betriebs durch den Verein zulässig sein, bedürfen jedoch der frühzeitigen Abstimmung und des Einvernehmens mit Stadtverwaltung und SMTG. Ein weiterer Container-Ausbau ist bis auf Weiteres nicht vorgesehen, bereits begonnene Maßnahmen werden fortgeführt.
Ein halbjährliches Koordinierungsgespräch zwischen dem Vereinsvorstand, der Verwaltung, der SMTG und Vertreterinnen und Vertretern der Ratsfraktionen soll für einen kontinuierlichen Austausch sorgen. Änderungen in der Nutzung oder der Struktur des Ankerplatzes müssen künftig im Verwaltungsausschuss der Hansestadt Stade beschlossen werden.
Der Ankerplatz biete die Chance, „auch neue Zielgruppen anzusprechen, insbesondere junge Menschen, Kreative und Engagierte, die bisher in der Innenstadt kaum eigene Treffpunkte hatten“, heißt es im gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CDU/WG, SPD, B90/Grüne und FDP/UBLS. Und weiter: „So entsteht die Möglichkeit, den Platz Am Sande als gemeinsamen Ort für unterschiedliche Generationen und Lebenswelten weiterzuentwickeln. Das vom Rat beschlossene Konzept bildet dabei weiterhin die inhaltliche Grundlage, während klare Regelungen zu Nutzung, Organisation und Verantwortung für Transparenz und Verlässlichkeit sorgen.“ Diese Auffassung wird von der Stadtverwaltung geteilt, wie Erster Stadtrat Lars Kolk betont: „Der Platz am Sande wurde in den vergangenen Monaten deutlich belebter und mit unterschiedlichen Veranstaltungen bespielt. Insofern begrüßen wir die Entscheidung unserer Politik. Die Gespräche der vergangenen Wochen zwischen Verwaltung, SMTG, Politik und Ankerplatz-Verein stimmen mich optimistisch, dass wir gemeinsam den nun eingeschlagenen Weg erfolgreich weitergehen und der Platz am Sande auch nachhaltig der Begegnungsort wird, den wir uns wünschen.“

