Zertifikatübergabe in Hannover mit Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, Grant Hendrik Tonne, Stades Erstem Stadtrat Lars Kolk, Nils Jacobs, Stabsstellenleiter Stade 2040, der Landtagsabgeordneten Corinna Lange sowie Moritz Renner, zuständig bei der Hansestadt Stade für den Radverkehr, und Thimo Weitemeier, Vorsitzender der AGFK Niedersachsen-Bremen (v.l.n.r.)© AGFK/Nico Herzog
Stade gehört damit zu den sechs niedersächsischen Kommunen, die in diesem Jahr für ihr besonderes Engagement im Radverkehr ausgezeichnet wurden. Die Jury würdigt die langfristige und strategische Planung der Hansestadt Stade zur Stärkung des Radverkehrs. Positiv bewertet sie die Einigkeit zwischen Politik und Interessenverbänden sowie den Fokus auf pragmatische Lösungen. Hervorzuheben sind das gut ausgebaute Wegenetz durch die Grünzüge der Hansestadt sowie innovative Maßnahmen wie das Sofort-Grün-Programm an Ampeln und Dunkelschaltungen.
Minister Tonne: „Mit der Zertifizierung als ‚Fahrradfreundliche Kommune Niedersachsen‘ würdigen wir Kommunen, die den Radverkehr strategisch voranbringen und konkrete Verbesserungen auf den Weg bringen. Das Zertifikat ist Anerkennung und zugleich Ansporn, in den kommenden fünf Jahren weiter in eine sichere, alltagstaugliche und komfortable Radverkehrsinfrastruktur zu investieren, für mehr Lebensqualität und wirksamen Klimaschutz.“
Dies greift der Erste Stadtrat der Hansestadt Stade, Lars Kolk, auf. Er war mit in Hannover, um die Auszeichnung entgegenzunehmen und sagt: „Wir sind mit unseren Bemühungen, den Radverkehr in Stade zu stärken und attraktiver zu machen längst nicht am Ziel und sehen die Auszeichnung als Ansporn, unsere Bemühungen weiter zu verstärken.“ Zum Maßnahmenkatalog der Hansestadt Stade zählt die Entwicklung eines Radvorrangnetzes mit acht radialen Hauptrouten und drei Radringen, die Verbesserung der Verkehrssicherheit, zum Beispiel durch sichere Querungsstellen und optimierte Ampelschaltungen, die Förderung der Fahrradfreundlichkeit durch Infrastrukturmaßnahmen wie Fahrradstraßen und die Integration des Radverkehrs in das Mobilitätskonzept, um eine nachhaltige, klima- und umweltfreundliche Verkehrsinfrastruktur zu schaffen.
Dass die Stader Stadtverwaltung weiter an der Fahrradfreundlichkeit Stades arbeiten möchte passt zu dem Eindruck, den sich die Jury bei einem Vor-Ort-Termin im September verschaffte. Neben dem Lob betont die Jury nämlich auch, dass der Umgang mit dem Altbestand an Radwegen eine Herausforderung für die Hansestadt Stade bleibt. Die Jury empfiehlt, hierfür Standards zu entwickeln. Aufgabenfelder sieht sie bei der Unterhaltung und hierbei unter anderem beim Winterdienst. Zudem sollte sich die Hansestadt bei Straßen mit Kopfsteinpflaster um Verbesserungen für den Radverkehr bemühen, beispielsweise mit besser befahrbaren Streifen. Weitere Handlungsfelder sieht die Jury bei der Verbesserung des Fahrradparkens, bei der Bevorrechtigung von Hauptradrouten gegenüber Nebenstraßen und bei der Absicherung von Sperrpfosten und Pollern.
Erster Stadtrat Lars Kolk betont mit Blick auf die Jury-Empfehlungen, dass die Hansestadt Stade in Sachen Winterdienst bereits in dieser Saison deutliche Verbesserungen erreicht habe: Die Radwegevorrangrouten werden nun bei Bedarf und unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte bereits in der Nacht gestreut, damit sie am Morgen sicher befahrbar sind. „Die weiteren Punkte, die uns die Jury mit auf den Weg gegeben hat, werden wir uns nun genau anschauen und daraus gegebenenfalls weitere Maßnahmen ableiten“, verspricht Kolk, der bereits ankündigt, dass die Hansestadt Stade die Fachtagung „Fahrradland Niedersachsen“ der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen am 18. Und 19. März kommenden Jahres im Stadeum zu Gast haben wird und die Veranstaltung mit Exkursionen unterstützt.
Zertifikatübergabe in Hannover mit Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, Grant Hendrik Tonne, Stades Erstem Stadtrat Lars Kolk, Nils Jacobs, Stabsstellenleiter Stade 2040, der Landtagsabgeordneten Corinna Lange sowie Moritz Renner, zuständig bei der Hansestadt Stade für den Radverkehr, und Thimo Weitemeier, Vorsitzender der AGFK Niedersachsen-Bremen (v.l.n.r.)© AGFK/Nico Herzog

