
Die B73-Brücke wird zwischen 2028 und 2030 erneuert© Hansestadt Stade Der Brückenerneuerung auf der B73 liegt der sogenannte „Masterplan Brücke“ des Landes Niedersachsen zu Grunde. Dieser priorisiert landesweit 150 Brücken, die mittelfristig erneuert werden müssen. „Die B73-Brücke über die Harsefelder Straße ist eine davon“, sagt Dirk Peimann von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und fügt hinzu: „Wir planen den Brückenneubau zwischen 2028 und 2030.“ Diese Herausforderung nehmen die Hansestadt Stade und die Landesbehörde zum Anlass, Synergie-Effekte zu schaffen und damit beide Projekte – den Radwegebau entlang der Harsefelder Straße und den Brückenneubau – bestmöglich aufeinander abzustimmen.
Der Vergleich mehrerer Bauvarianten hat dabei ergeben, dass eine Vollsperrung der Harsefelder Straße im Bereich der Brücke die beste ist. Alternativ könnte zwar auch eine Behelfsbrücke gebaut werden, aber diese sei zum einen sehr teuer, zum anderen müsste immer noch mit zeitweisen Vollsperrungen geplant werden. „Diese wären nicht so viel kürzer, als die Sperrung während der kompletten Bauzeit, sodass wir uns gegen diese Möglichkeit entschieden haben“, so Peimann.
Für die Hansestadt Stade bietet der Brückenneubau zwei Vorteile, die Erster Stadtrat Lars Kolk benennt: „Wir haben die geplanten Bauabschnitte entlang der Harsefelder Straße nun so umgeplant, dass wir parallel zum Brückenneubau den südlich davon geplanten Kreisverkehr sowie den Teil von dort bis zum Klaren Streck bauen können. Außerdem wird die neue Brücke so viel Platz bieten, dass wir darunter auch Fuß- und Radweg mit angemessener Breite hindurchführen können – dies ist bei der bestehenden Brücke nicht der Fall.“ Und Dirk Peimann ergänzt: „Die neue Brücke erhält Lärmschutzwände und bietet genug Platz für einen längeren Beschleunigungsstreifen.“
Nun geht es für die Stadtverwaltung und die für den Brückenneubau zuständige Landesbehörde darum, bis 2028 ihre Projekte aufeinander abzustimmen. So wurden bereits Bauabschnitte entlang der Harsefelder Straße zeitlich umgeplant. „Außerdem ist natürlich unser Ziel, dass die neue Brücke bei der Harburger Straße über die Bahnschienen fertig ist, wenn der Brückenneubau über der Harsefelder Straße beginnt“, macht Rainer Ratzke, Leiter der Abteilung Straßen und Brücken bei der Hansestadt Stade, deutlich. Auch Details zu Umleitungen und Verkehrsführungen während der Bauzeit müssen geplant werden. Fest steht: Die Harsefelder Straße wird während des Brückenneubaus gesperrt, für Kraftfahrzeuge werden die bereits derzeit bekannten weiträumigen Umleitungen gelten, für diejenigen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, werden kürzere Umleitungen eingerichtet und Einsatzkräfte werden die Baustelle passieren können. Fest steht auch, dass der Verkehr auf der B73 weiter fließen wird – über eine provisorische Straßenführung die Harsefelder Straße nördlich der Brücke kreuzend direkt an der Baustelle vorbei. Ob von dort aus auch ein Abbiegen auf die Harsefelder Straße in Fahrtrichtung Innenstadt möglich sein wird, steht derzeit nicht fest.
Weitere Informationen über die Gesamtmaßnahme stellt die Hansestadt Stade im Internet unter www.stadt-stade.info/harsefelderstrasse zur Verfügung. Dort werden auch stets aktuelle Meldungen veröffentlicht, ebenso auf den Social-Media-Kanälen der Hansestadt Stade bei Facebook und Instagram (jeweils: @HansestadtStd).
Über das Bauvorhaben Harsefelder Straße
Die Hansestadt Stade setzt sich intensiv dafür ein, die Verkehrswende voranzutreiben und attraktive Bedingungen für Fahrradfahrende zu schaffen. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Engagements ist die Modernisierung der Radwegeverbindung zwischen der Innenstadt und Riensförde. Die Bauarbeiten an der Harsefelder Straße sind ein zentraler Schritt in Richtung dieses Ziels.
Gleichzeitig bereitet sich die Hansestadt Stade auf die durch den Klimawandel zunehmend häufiger werdenden Starkregenereignisse vor. So wird unter Teilen der Harsefelder Straße ein neuer Regenwasserkanal installiert, der größere Wassermengen speichern und so das Kanalnetz entlasten kann.
Um die Bedingungen für Radfahrende zu verbessern und auf Starkregenereignisse besser vorbereitet zu sein, sind seit 2024 abschnittsweise Bauarbeiten entlang der Harsefelder Straße geplant. Diese Arbeiten bringen teilweise erhebliche Einschränkungen für den Straßenverkehr mit sich. Während der Verkehr stadtauswärts stets gewährleistet bleibt, wird die Harsefelder Straße im jeweiligen Baustellenbereich für den stadteinwärts führenden Verkehr gesperrt.

