Luther-Eiche nicht so krank wie befürchtet
Eine positive Nachricht: Die 140 Jahre alte Luther-Eiche auf der Grünfläche im Kreuzungsbereich Bahnhofstraße/ Eisenbahnstraße kann gerettet werden. Die Ausmaße des Pilzbefalls sind nicht so schlimm wie befürchtet. Das ergab eine schalltomografische Untersuchung in 3D-Darstellung. Die Abteilung Planung und Umwelt hatte extra eine Fachfirma aus der Baumpflege beauftragt.
„Die Schalltomografie ist eine Untersuchung an Bäumen, die sich auf jeden Fall lohnt, wie das Ergebnis zum Gesundheitszustand der Luther-Eiche zeigt“, freut sich Jens Bossen, Leiter der Abteilung Planung und Umwelt. Sie wird immer häufiger angewendet, um im Inneren des Baumes den Umfang der Morschungen zu erkennen.
Bei einer Routinekontrolle durch die Baumkontrolleure der Kommunalen Betriebe Stade (KBS) war ein Pilzfruchtkörper der „Ochsenzunge“ am Baum aufgefallen. „Der Pilz ist ein Schwächeparasit an älteren Bäumen und er schädigt ausschließlich das Kernholz im unteren Stamm und im Wurzelstock“, so Wilfried Böhling, der städtische Landschaftsplaner aus der Abteilung Planung und Umwelt.
Trotz der eklatanten Schäden zeigt sich die Eiche optisch vital, so dass Untersuchungsergebnis. Im Gesamtbild sei die Eiche zurzeit stand- und bruchfest. Um die Luther-Eiche zu „vitalisieren“ wurden eine Spezialdüngung und ein Baumkronenschnitt empfohlen. Als Pflegempfehlung wurde ein leichter Rückschnitt der leicht asymmetrischen Baumkrone im Bereich Süd/Ost vorgeschlagen.
Im Frühjahr gaben die Gärtner der KBS dem Baum die Nährstofflösung, mit der das Wurzelwachstum angeregt wurde. Im Sommer folgte die Baumkronenpflege
Die alte Luther-Eiche ist im Bahnhofsumfeld der prägnanteste Baum. Ein Blitzeinschlag Ende der 70er-Jahre hat die historische Eiche am Stamm und im Baumkronenbereich relativ stark geschädigt, was deutlich zu erkennen ist.
Seinerzeit erfolgte eine umfangreiche Kronenpflege. Zum Erhalt der Luther-Eiche wird in jährlichen Abständen eine baumerhaltende Kronenpflege vorgenommen, so dass die Baumstatik verkehrssicher ist. „Wir sind froh, dass sich die Schädigung der Luther-Eiche im Stamm durch die schalltomografische Untersuchung als nicht so gravierend herausgestellt hat“, so Jens Bossen . Die Luther-Eiche hat die Abteilung Planung und Umwelt jetzt genau im Blick. Ihr Zustand wird nun jährlich dokumentiert

