Sanierung IGS
Nachhaltige Sanierung der Integrierten Gesamtschule Stade
Mit der Umsetzung eines innovativen Energiekonzepts an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Stade setzt die Hansestadt Stade ein starkes Zeichen für Klimaschutz, Ressourceneffizienz und zukunftsfähige Infrastruktur. Ziel des Projekts ist es, die bestehende Wärmeversorgung grundlegend zu modernisieren und durch ein nachhaltiges, wirtschaftliches und resilientes System zu ersetzen.
Ganzheitlicher Ansatz für mehr Klimaschutz
Kernstück des Projekts ist ein Holzvergaser-Blockheizkraftwerk (BHKW), das auf Basis von naturbelassenem Hackgut arbeitet. Dieses stammt überwiegend aus regionalen Holzabfällen und wird vor Ort aufbereitet. Die Anlage erzeugt gleichzeitig Wärme und Strom (Kraft-Wärme-Kopplung) und nutzt die eingesetzten Ressourcen besonders effizient.
Der erzeugte Strom wird direkt in der Schule verwendet, während die entstehende Wärme zur Beheizung des Gebäudes dient. Ergänzt wird das System durch eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung sowie moderne Gas-Brennwerttechnik zur Abdeckung von Spitzenlasten und zur Sicherstellung einer zuverlässigen Versorgung.
Das Projekt kombiniert moderne Anlagentechnik mit baulicher Sanierung und verfolgt damit einen ganzheitlichen Ansatz: Neben der Erneuerung der Energieversorgung werden auch die Gebäudehülle sowie Fensterflächen optimiert, um Wärmeverluste deutlich zu reduzieren. Dadurch sinkt der Energiebedarf langfristig und die Effizienz der gesamten Anlage wird zusätzlich gesteigert.
Durch die Umsetzung des Projekts können jährlich rund 371 Tonnen CO₂ eingespart werden. Gleichzeitig wird der Einsatz fossiler Energien um etwa 77 % reduziert. Damit leistet die Maßnahme einen direkten Beitrag zu den Klimaschutzzielen auf kommunaler und überregionaler Ebene.
Regionale Kreisläufe und effiziente Ressourcennutzung
Ein besonderer Fokus liegt auf der Nutzung regionaler Stoffkreisläufe: Das eingesetzte Holz stammt aus städtischen Grün- und Holzabfällen. Durch eine integrierte Trocknungsanlage wird der Brennstoff optimal aufbereitet, sodass ein effizienter und emissionsarmer Betrieb gewährleistet ist.
Damit entsteht ein nachhaltiges System, das nicht nur fossile Energieträger ersetzt, sondern auch lokale Ressourcen sinnvoll nutzt und Transportwege reduziert.
Beitrag zur kommunalen Wärmewende
Das Projekt ist ein wichtiger Baustein der kommunalen Klimaschutzstrategie der Hansestadt Stade. Es zeigt beispielhaft, wie öffentliche Gebäude energetisch saniert und gleichzeitig zukunftssicher aufgestellt werden können. Die gewonnenen Erfahrungen können auch auf weitere Gebäude übertragen werden und leisten so einen nachhaltigen Beitrag zur Wärmewende.
Förderung
Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Klimaschutz und Energieeffizienz“ von der NBank mit 2 Millionen Euro bezuschusst. Ziel der Förderung ist es, Kommunen bei der Umsetzung nachhaltiger und energieeffizienter Infrastrukturmaßnahmen zu unterstützen.
Mit der Förderung unterstreicht die Hansestadt Stade ihr Engagement für:
- die Reduktion von Treibhausgasemissionen
- die Modernisierung öffentlicher Gebäude
- die Umsetzung der Klimaschutzziele auf Landes- und Bundesebene



