Wasserstoff-Aktivitäten in Stade
Wasserstoff kann in vielen Bereichen eingesetzt werden© Pixabay/akitada31Die Hansestadt Stade engagiert sich in unterschiedlichen Projekten zum Thema Wasserstoff. Ziel ist, einen Teil zur Energiewende und zum Erreichen der deutschen Klimaziele beizutragen.
Die Hansestadt Stade bietet in Sachen Wasserstoff einige wichtige Standortvorteile: Die Nähe zur Elbe und zum Hamburger Hafen gehört dabei ebenso dazu wie die in Stade-Bützfleth angesiedelte Industrie, vor allem aus der Chemie-Branche. Für den Standort Stade spricht ebenso das geplante LNG-Terminal, das perspektivisch eine Drehscheibe für flüssige Energieträger aus erneuerbaren Quellen werden soll, wozu auch Wasserstoff zählen kann.
Die Hansestadt Stade ist im Bereich Wasserstoff in regionalen und überregionalen Netzwerken vertreten, um die bestmöglichen Synergien zu erzielen. Dazu zählen diese Vereinigungen:
H2.N.O.N. – Wasserstoffnetzwerk Nordostniedersachsen
Dem Wasserstoff-Netzwerk H2.N.O.N. gehören neben diversen niedersächsischen Landkreisen, einigen Bürgerwindparks und Tankstellen-Gesellschaften sowie Nahverkehrsunternehmen auch global agierende Konzerne wie das Chemieunternehmen DOW und der Industriegasehersteller Linde an. Ziel des Wasserstoffnetzwerks Nordostniedersachsen – dafür steht der Name H2.N.O.N. – ist, die Potenziale der Wasserstofftechnologie in der Region zu vernetzen, um diese gezielt in den Bereichen Erzeugung, Technologie, Infrastruktur und Anwendung weiterzuentwickeln.
Diese Arbeit findet unter anderem im Rahmen der „HyExperts-Studie: Wasserstoff im Verkehr“ sowie der „H2Regio-Hub-Strategie“ statt.
Bei der HyExperts-Studie geht es um die Nutzung von grünem, also mit regenerativen Energien erzeugtem Wasserstoff im Lastverkehr, was beispielsweise kommunale Entsorgungsfahrzeuge und Busse einschließt. Zu der regionalen Wertschöpfungskette sollen dann auch zu Waserstoff-Pipelines umgewidmete Erdgasleitungen sowie eine Logistik und Infrastruktur, unter anderem bestehend aus Wasserstofftankstellen, gehören.
Die H2Regio-Hub-Strategie hingegen entwickelt bereits vorhandene Keimzellen der Wasserstoffwirtschaft im nordöstlichen Niedersachsen weiter. Zu diesen sogenannten H2Regio-Hubs gehört auch die Initiative H24Stade. Dort soll in Mulsum mit Hilfe von Windkraftanlagen und Photovoltaik-Anlagen über einen Elektrolyseur grüner Wasserstoff hergestellt werden, der dann an einer Tankstelle beispielsweise Fahrzeugen der Abfallentsorgung oder des ÖPNV zur Verfügung stehen könnte.
Kooperation Unterelbe
Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Kammern, Vereine, Verbände und Gewerkschaften haben sich zur Kooperation Unterelbe zusammengeschlossen. Sie liegt in der Metropolregion Hamburg und umfasst neben der Freien und Hansestadt Hamburg die am Elbufer gelegenen Landkreise Cuxhaven, Stade und Harburg in Niedersachsen sowie die Kreise Dithmarschen, Steinburg und Pinneberg in Schleswig-Holstein.
Im Rahmen einer Struktur- und Potenzialanalyse wurde eine Standortstudie für die Wind-Wasserstoff Region Unterelbe erstellt. Sie kommt zu dem Schluss: „Der primäre Treiber des Aufbaus von Wasserstoff-Anwendungen, -Erzeugungen und -Infrastrukturen ist dabei nicht die regionale Wertschöpfung, sondern die Erreichung der deutschen Klimaschutzziele. Diese setzt eine Weiterentwicklung der Sektorenkopplung voraus, bei der Wasserstoff neben dem deutlichen Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien ein Schlüsselelement ist. Ziel der Region Unterelbe sollte es dann jedoch sein, aus diesen ohnehin erforderlichen Maßnahmen die höchstmögliche regionale Wertschöpfung zu ziehen.“ Die gesamte Studie steht am Ende dieser Seite zum Download bereit.
Innovations- und Technologiezentrum für Wasserstoffanwendungen in der Luft- und Schifffahrt
Das Logo des ITZ Nord© ITZ NordDas Innovations- und Technologiezentrum Nord – kurz: ITZ Nord – soll als ein neuartiges Dienstleistungszentrum im künftigen Netzwerk des Deutschen Zentrums für die Mobilität der Zukunft aufgebaut werden. Daran beteiligt sind die Städte Hamburg, Bremen beziehungsweise Bremerhaven sowie Stade. In der entsprechenden Pressemitteilung des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums hieß es im September 2021 dazu: „Das Konzept mit dem Fokus auf Schifffahrt und Luftfahrt von Bremen/Bremerhaven, Hamburg und Stade adressiert ein auf kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) und Start-Ups ausgerichtetes Dienstleistungszentrum, segmentspezifische Test- und Innovationszentren sowie Laborkapazitäten. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung und Integration von Brennstoffzellensystemen und hiermit korrespondierenden Komponenten, auf der Hybridisierung von Antrieben, Betankungskonzepten, der Logistik, Lagerung und Aufbereitung grünen Wasserstoffs und wasserstoffbasierter Brennstoffe sowie dem Testen von Komponenten und Systemen. Weiterhin werden unter enger Einbeziehung von Klassifikationsgesellschaften Kompetenzen zu Fragestellungen bei Normierung, Standardisierung und Zertifizierung gebündelt.“
Zur Entscheidung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, das ITZ Nord wie beschrieben einzurichten, erklärte Sönke Hartlef, Bürgermeister der Hansestadt Stade, im September 2021: „Für die Hansestadt Stade und die Region ist dieses Ergebnis ein Riesenerfolg und wir freuen uns sehr über diese Entscheidung. Der Verbund aus Stade, Hamburg und Bremen ergänzt sich in den Bereichen der Luft- und Schifffahrt sehr gut und die Entscheidung zeigt, dass das Konzept der norddeutschen Zusammenarbeit überzeugt hat. Für den Wirtschaftsstandort Stade ist dies ein wichtiger Schritt in Richtung Wasserstoffanwendungen im Bereich der Mobilität. Das bereits vorhandene Know-how kann jetzt gezielt eingesetzt und die Synergien am Standort können gehoben werden. Beispielhaft ist hier das Leichtbaumaterial CFK zu nennen, welches für den Bau von Tanks genutzt werden kann und an dem im in Stade beheimateten CFK Valley intensiv geforscht wird.“
Die Woche des Wasserstoffs 2024

17.06.2024: Vom 15. bis 23. Juni findet die Woche des Wasserstoffs bundesweit statt - auch in Stade. Online wollen wir hier zeigen, welche Wasserstoff-Aktivitäten es bei uns in der Hansestadt Stade gibt. Dazu nutzen wir hier unsere Website und das Business-Netzwerk LinkedIn.
3 Fragen an...Saskia Deckenbach

04.12.2023: Am heutigen Montag findet der Wasserstofftag des Wasserstoffnetzwerks Nordostniedersachsen H2.N.O.N in der Hansestadt Stade statt. Titel: „Grüner Wasserstoff: Potentiale, Grenzen und Prioritäten“. Erwartet wird unter anderem Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies. Saskia Deckenbach, Wirtschaftsförderung der Hansestadt Stade, beantwortet dazu passend bei Youtube im Video drei kurze Fragen. Sie berichtet beispielsweise, was sie sich von dem Wasserstofftag verspricht und welche Bedeutung Wasserstoff für den Wirtschaftsstandort Stade hat.
"Business & People"-Podcast: Das Wasserstoff-Flugzeug - Made in Stade?

16.12.2022: Saskia Deckenbach (Wirtschaftsförderung Hansestadt Stade) und Dr. Tobias Reincke (Composite Technology Center) waren zu Gast beim "Business & People"-Podcast und haben dort über das geplante ITZ Nord gesprochen, in dem unter anderem am Einsatz von Wasserstoff bei Flugzeugen und Schiffen geforscht werden soll.