Achtung, Baustelle! Die Brücken der Harburger Straße über das Bahngleis werden komplett erneuert© Hansestadt StadeDie neue Brücke ersetzt die Straßenbrücke von 1955, die Geh- und Radwegbrücke aus dem Jahr 1986 sowie eine behelfsmäßig 2016 errichtete Geh- und Radwegbrücke. „Wir stellen die dauerhafte Leistungsfähigkeit dieser wichtigen Verkehrsader sicher – trotz großer baulicher Herausforderungen“, sagt Lars Kolk, Erster Stadtrat der Hansestadt Stade. Der Ersatzneubau wird unter beengten Platzverhältnissen in halbseitiger Bauweise bei laufendem Verkehr realisiert.
Die Brücke liegt an einer Hauptverkehrsader Stades und überquert eine Bahnstrecke, was das Projekt zusätzlich erschwert. Auch zahlreiche Versorgungsleitungen und die dichte Bebauung im Umfeld stellen Herausforderungen dar – und machen eine Umfahrung der Baustelle mittels Behelfsbrücke unmöglich. Dennoch bleibt der Kfz- sowie Rad- und Fußverkehr während der Bauzeit möglich, da der Neubau halbseitig erfolgt, sodass der Verkehr über die jeweils andere Brückenhälfte geführt werden kann – geregelt mittels Baustellenampel. Mit Verkehrsbehinderungen aufgrund der Engstelle ist zu rechnen. „Und wir werden nicht umhinkommen, immer wieder auch mit zeitweisen Vollsperrungen arbeiten zu müssen“, führt Rainer Ratzke, Leiter der Abteilung Straßen und Brücken bei der Hansestadt Stade, aus.
Vorbereitende Arbeiten finden bereits seit einigen Wochen in dem Bereich statt, der eigentliche Brückenneubau startet Anfang Juli und dauert bis zum zweiten Quartal 2027.
Die Baukosten betragen rund 4,7 Millionen Euro, wobei diese teils mit Fördermitteln beglichen werden. Die neue Brücke wird 23 Meter Spannweite und 435 Quadratmeter Fläche haben. 22 Bohrpfähle mit je 16 Metern Länge bilden das Fundament, 14 Stahl-Beton-Verbund-Fertigteile tragen die Brückenkonstruktion. Besonders wichtig: Die neue Breite von 18,50 Metern ermöglicht die Umsetzung der Radvorrangroute 1 – wie im integrierten Stadtentwicklungskonzept „Stade 2040“ beschlossen.
„Mit diesem Projekt verbessern wir die Infrastruktur unserer Stadt und machen sie fit für die Zukunft“, so Bürgermeister Sönke Hartlef. Dass dies während der Bauzeit – gerade auch wegen der parallel stattfindenden Arbeiten auf der Harsefelder Straße – zu Belastungen führe, sei jedem in der Stadtverwaltung bewusst, lasse sich aber nicht umgehen. „Die Brücke muss aus statischen Gründen zwingend saniert werden“, so Hartlef.
Weitere Informationen über die geplante Gesamtmaßnahme stellt die Hansestadt Stade im Internet unter www.stadt-stade.info/harburgerstrasse zur Verfügung. Dort werden auch stets aktuelle Meldungen veröffentlicht, ebenso auf den Social-Media-Kanälen der Hansestadt Stade bei Facebook und Instagram (jeweils: @HansestadtStd).

