Die Hanseatic Energy Hub GmbH hat die finale Investitionsentscheidung für Deutschlands erstes landbasiertes Terminal für verflüssigte Gase getroffen. Nach dem erfolgreichen Abschluss von Vermarktung und Genehmigung Ende 2023 konnte das privatwirtschaftlich organisierte Konsortium, bestehend aus Partners Group, Enagás, Dow sowie der Buss Gruppe nun die Finanzierung erfolgreich sicherstellen.
Zunächst werden über das Terminal, das 2027 den Betrieb aufnehmen soll, LNG, SNG (synthetisches Erdgas) und verflüssigtes Biomethan importiert. Später folgt Ammoniak als CO2-neutraler, wasserstoffbasierter Energieträger. Mit Inbetriebnahme verlässt zugleich die von der Bundesregierung gecharterte FSRU “Energos Force” den Standort Stade. Das schwimmende LNG-Terminal ist seit einigen Tagen vor Ort, bis das effizientere landbasierte Terminal fertiggestellt wird.
Sönke Hartlef, Bürgermeister der Hansestadt Stade© Hansestadt StadeSönke Hartlef, Bürgermeister der Hansestadt Stade, äußert sich so zu der Investitionsentscheidung der HEH-Gesellschafter:
"Vor fast genau zwei Jahren, am 28. März 2022, hat der Rat der Hansestadt Stade mit großer Mehrheit das vorzeitige kommunale Einvernehmen zum LNG-Terminal erteilt. Nun ist seitens der Investoren die tatsächliche Finanzierungsentscheidung gefallen, was mich sehr freut. Vor wenigen Tagen machte das schwimmende LNG-Terminal in Stade fest, heute haben wir Gewissheit, in einigen Jahren eine landseitige und damit langfristige Import-Möglichkeit für flüssige Energieträger zu bekommen. Das bringt uns unserem Ziel einen weiteren Schritt näher, die Hansestadt Stade zu einer Energiedrehscheibe für Deutschland zu machen und unseren Teil dazu beizutragen, dass die Energiewende gelingt. Denn zunächst wird zwar flüssiges Erdgas über das Terminal importiert, es kann später aber auch beispielsweise für grüne wasserstoffbasierte Energieträger, wie etwa Ammoniak, genutzt werden. Diese Investitionsentscheidung und diese Perspektive stärken auch den Wirtschafts- und Chemie-Standort hier in Stade. Das ist ein ganz wichtiges Signal für die Unternehmen vor Ort und diejenigen, die künftig über eine Ansiedlung in Stade nachdenken."

