Erster Stadtrat Lars Kolk (links) und Klimaschutzmanager Matthias Mueller präsentieren die Karte, die auch unter www.stadt-stade.info/waermeplanung abrufbar ist. Sie zeigt die Teilgebiete Stades, für die beschrieben wird, ob sie sich für eine zentrale Wärmeversorgung eignen© Hansestadt StadeDas Niedersächsische Klimagesetz schreibt Kommunen vor, bis Ende 2026 einen kommunalen Wärmeplan ausgearbeitet zu haben. Die Hansestadt Stade ist deutlich schneller: Der Rat der Hansestadt Stade beschloss den Wärmeplan bereits Ende März 2025, also mehr als eineinhalb Jahre vor der Frist. Bürgermeister Sönke Hartlef erklärt, weshalb Stade bundesweit zu den Vorreiter-Kommunen zählt: „Die Menschen wollen wissen, wie sie künftig ihre Häuser und Wohnungen klimafreundlich heizen können. Wir bekommen in der Verwaltung dazu regelmäßig Anfragen. Da die kommunale Wärmeplanung die strategische Grundlage für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung bildet, wollen wir den Menschen schnell Planungssicherheit zu geben.“
Nun hat die Stadtverwaltung auf ihrer Website unter www.stadt-stade.info/waermeplanung umfangreiche Informationen für alle Interessierten bereitgestellt. Immobilieneigentümer*innen können nun beispielsweise anhand einer interaktiven Stadtkarte sehen, welche Wärmeversorgung künftig für ihr Haus oder ihre Wohnung zur Verfügung stehen könnte. Dafür wurde das Stadtgebiet in Teilgebiete unterteilt, für die jeweils detailliert beschrieben ist, ob sie sich künftig für eine zentrale oder dezentrale Wärmeversorgung eignen, wie die derzeitige Wärmeversorgung aussieht und welche Wärmequellen zur Verfügung stehen. „Auf diese Weise kann sich jeder informieren, auf welche Technologie er oder sie bei einem Tausch der Heizung setzen möchte“, macht Matthias Mueller, Klimaschutzmanager der Hansestadt Stade, deutlich. Und Lars Kolk, Erster Stadtrat, betont: „Funktionierende Heizungen dürfen weiterhin genutzt werden! Der kommunale Wärmeplan schreibt auch nicht vor, welche Technik in welchem Gebäude verbaut werden muss. Er dient als Information und Planungsgrundlage für Immobilienbesitzende und für alle anderen Akteure in der lokalen Wärmewende.“
Um das Ziel zu erreichen, bis 2040 klimaneutral in der Wärmeversorgung zu sein, setzt die Hansestadt Stade auf eine zweigeteilte Strategie, wie Bürgermeister Sönke Hartlef berichtet: „Zum einen werden wir bis 2040 nur noch auf regenerative Energiequellen umstellen, zum anderen werben wir dafür, die Gebäude energetisch zu sanieren, um den Wärmebedarf zu reduzieren. Schließlich ist nichts klimaschonender, als Energie, die gar nicht mehr benötigt wird.“ Und wieviel Potenzial in der Gebäudesanierung steckt, macht der kommunale Wärmeplan ebenfalls deutlich: Würde die derzeitige Sanierungsquote verdoppelt werden, könnte der Stader Wärmebedarf bis 2040 um 12 Prozent sinken.

